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FIDAE 2026: FAMAE zeigt zum 215-Jahr-Jubiläum Portfolio und Modernisierung

Mann in militärischer Ausrüstung zeigt Gewehr, Magazine und Munition vor gepanzertem Fahrzeug in Halle.

FIDAE 2026 bietet eine starke Präsenz von Vertretern der nationalen Verteidigungsindustrie – darunter auch das traditionsreiche Unternehmen FAMAE. Kurz vor dem 215-jährigen Bestehen zeigt Fábricas y Maestranzas del Ejército an dieser neuen Ausgabe der Messe sein vollständiges Produktportfolio sowie Lösungen zur Modernisierung.

Zona Militar konnte dazu mit Oberstleutnant Manuel Espinosa Aguiló sprechen, dem Leiter der Abteilung Bewaffnung und Munition von FAMAE. „…Für uns ist 2026 ein sehr wichtiges Jahr, weil Fábricas y Maestranzas 215 Jahre besteht, als ältestes Unternehmen Chiles und als fünftältestes Unternehmen Lateinamerikas…“, betonte der Offizier des chilenischen Heeres.

Der Chef der Abteilung Bewaffnung und Munition gab einen umfassenden Überblick über aktuelle Arbeiten, Projekte und Dienstleistungen von FAMAE – von der bekannten Linie an tragbaren Waffen über Munition in mehreren Kalibern bis hin zur Entwicklung schwerer Bewaffnung und Modernisierungsvorhaben gemeinsam mit dem Ejército de Chile.

FIDAE 2026: FAMAE im Jubiläumsjahr mit Portfolio und Modernisierung

Auf der Messe rückt FAMAE nicht nur seine Produkte, sondern auch Fertigungs- und Qualitätsprozesse in den Vordergrund, die hinter der Serienfertigung stehen. Damit positioniert sich das Unternehmen im Jubiläumsjahr als Anbieter, der sowohl liefert als auch modernisiert.

Tragbare Bewaffnung und Munition

„…An der FIDAE 2026 sind wir mit unseren 11 Pistolenmodellen vertreten, die wir zusammen mit der italienischen Firma Tanfoglio herstellen. Es gibt nationale Bearbeitungsschritte mit Oberflächenbehandlungen, Qualitätskontrolle und alles, was zur Montage einer Pistole gehört, um sie anschliessend an unsere Kunden auszuliefern…“, erklärte Oberstleutnant Espinosa Aguiló.

An der FIDAE 2026 zeigt FAMAE ausserdem die modernisierte Version seiner bekannten Maschinenpistole (bzw. Submachine Gun) SAF im Kaliber 9 x 19 mm. Zu den integrierten Verbesserungen zählen ein Feuerwahlhebel für Dauerfeuer oder Einzelfeuer, eine klappbare Schulterstütze mit Schaftkappe sowie ein M-LOCK-Handschutz zur Aufnahme unterschiedlicher Zubehörteile.

„…Wir präsentieren auch unser Scharfschützengewehr von FAMAE, eine Multi-Kaliber-Plattform in .308 und .338. Es wiegt 9,5 kg, hat ein Magazin für 10 Schuss…“, so der Verantwortliche von FAMAE.

Munitionsfertigung, Kaliber und neue Vorhaben

Bei der Munition verfügt FAMAE über Anlagen für Bewaffnung und für Munition. „…Wir fertigen die Munition für unsere Pistolen: Wir produzieren 9 mm-, 5,65 mm- und 7,62 mm-Munition in verschiedenen Ausführungen: Krieg, Platzpatrone, Leuchtspur… Ausserdem entwickeln wir ein Projekt zur Herstellung von .50-Munition. Und wir werden wieder mit unseren Jagdpatronen im Kaliber 12 vertreten sein; dazu kommen Kaliber-12-Sportpatronen für Skeet und Trap…“, sagte Espinosa Aguiló gegenüber ZM.

Schwere Munition und Luftabwurfmittel: BLU-33 und Mk82

Bei grösseren Munitionsarten fertigt FAMAE die Luft-Übungsbombe BLU-33. Sie kann auf unterschiedlichen Plattformen der chilenischen Luftwaffe eingesetzt werden, darunter A-29 Super Tucano, F-5E Tiger III oder F-16 Fighting Falcon.

Zu den laufenden Projekten zählt auch die Mehrzweckbombe Mk82, die sich bei FAMAE aktuell in der Prototypphase befindet. „…Zuerst machen wir alles, was dazugehört: Design und Fertigung, die wir bereits haben, und wir erwarten, die Abwurftests ohne Probleme zu bestehen, um dann mit der Herstellung echter Bomben zu beginnen…“, ergänzte der Leiter der Abteilung Bewaffnung und Munition von FAMAE.

Arbeiten an der MOWAG-Piranha-Familie des Ejército de Chile

Derzeit führt FAMAE mehrere Vorhaben an den radgepanzerten Fahrzeugen 6×6 und 8×8 der MOWAG-Piranha-Familie durch. Dazu gehören – je nach Bedarf – grundlegende Instandsetzungen sowie grössere, umfassendere Rückgewinnungs- und Reparaturmassnahmen. Parallel dazu läuft ein Modernisierungsprojekt, für das bereits ein Prototyp existiert und der in Kürze in die Feldtests gehen soll.

„…Es wurde jetzt ein Prototyp der Modernisierung mit einem besseren Kommunikationssystem vorgestellt. Ausserdem wurde die gesamte Elektronik ersetzt, ein neues Aussendesign erstellt und die Beleuchtung angepasst… er hat bessere Leistungswerte als in der vorherigen Version…“, erläuterte Oberstleutnant Espinosa Aguiló.

FAMAE richtet seine Erwartungen bei diesem ersten Prototypen auf die anstehenden Feldversuche, die in naher Zukunft beginnen sollen und im ersten Halbjahr 2026 durchgeführt werden müssen. Neben den genannten Anpassungen kommen interne Änderungen am Fahrzeug hinzu: Im Truppen- und Fahrerbereich wurden Sitze übernommen, und für den Fahrer wurden Allwetterkameras integriert.

Dank: FAMAE

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