Die «Reibungen» zwischen der Europäischen Union (EU) und der chinesischen Regierung scheinen weiterzugehen. Wie die Meldung, die zuerst von der Financial Times aufgegriffen wurde, berichtet, hat die EU eine Untersuchung gestartet, um zu prüfen, ob das BYD-Werk in Ungarn unzulässige Subventionen aus China erhalten hat.
Stand der Untersuchung und mögliche Sanktionen
Das Verfahren befindet sich noch ganz am Anfang, könnte für BYD aber spürbare Folgen haben. Sollte sich bestätigen, dass der Hersteller von unrechtmässigen Unterstützungen profitiert hat, könnte das Unternehmen dazu verpflichtet werden, erhaltene Gelder zurückzuzahlen, seine Produktionskapazität zu drosseln und unter Umständen sogar einzelne Vermögenswerte zu veräussern.
Zusätzlich könnte die Kommission weitere Massnahmen beschliessen, etwa Sanktionen wie Strafzahlungen bei Nichteinhaltung, um mögliche Praktiken zu ahnden, die als unfair eingestuft werden.
Reaktion der ungarischen Regierung
Auch die ungarische Regierung hat sich bereits zum Thema geäussert. Janos Boka, Ungarns Europaminister, sagte, Budapest sei nicht über die Untersuchung informiert worden.
„Das ist nicht überraschend - es ist allgemein bekannt, dass jede Investition, die in Ungarn stattfindet, schnell auf dem Radar der Kommission erscheint und dass sie alle Entscheidungen über staatliche Unterstützung, die unsere Regierung trifft, mit doppelter Aufmerksamkeit verfolgt“, erklärte er.
Weder die Europäische Union noch BYD haben sich bislang zu dieser Untersuchung der Fabrik des Herstellers in Ungarn geäussert.
BYD-Expansion in Europa
BYD treibt seine Expansion in Europa mit Nachdruck voran und will seine Marktpräsenz über mehrere Schienen ausbauen. Neben dem Werk in Ungarn hat die chinesische Marke bereits angekündigt, in der Türkei eine weitere Produktionsstätte zu eröffnen - der Start ist für 2026 vorgesehen.
Gerüchte um eine dritte BYD-Fabrik in Deutschland
Darüber hinaus prüft das Unternehmen laut mehreren Gerüchten die Möglichkeit, eine dritte Fabrik auf dem Kontinent zu eröffnen, konkret in Deutschland.
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