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Stellantis stoppt Produktion in mehreren Europa-Werken wegen schwacher Nachfrage und USA-Zöllen

Weisser, futuristisch designter Elektro-Sportwagen in moderner Ausstellungshalle mit grossen Fenstern.

Stellantis hat angekündigt, die Produktion in mehreren Werken in Europa vorübergehend zu unterbrechen. Hintergrund sind die schwache Nachfrage in Europa sowie die von den USA eingeführten Zölle. Der Konzern erklärt, er sei dabei, „das Produktionstempo einiger seiner Werke in Europa anzupassen“.

Produktionsstopps in Pomigliano und Poissy

Gemäss der offiziellen Mitteilung wird die Fertigung im Werk Pomigliano in Italien – dort laufen der FIAT Panda und der Alfa Romeo Tonale vom Band – vom 29. September bis 6. Oktober ausgesetzt. Zusätzlich wird auch im Werk Poissy in Frankreich, das für den DS3 und den Opel Mokka zuständig ist, die Produktion vom 13. bis 31. Oktober pausieren.

„In diesem Kontext (geringe Bestellungen) hat Stellantis einen vorsichtigen und verantwortungsvollen Ansatz gewählt und die Produktion im Werk Pomigliano für eine begrenzte Zeit ausgesetzt“, erklärte der Hersteller. Ziel sei es, „das Produktionstempo an einen anspruchsvollen Markt in Europa anzupassen und gleichzeitig die Lagerbestände vor Jahresende so effizient wie möglich zu steuern“, so Stellantis.

Weitere Werke laut Bloomberg

Über diese Standorte hinaus berichtete Bloomberg, dass auch vier weitere Werke ihre Produktion anhalten dürften. Betroffen seien das Werk Tychy in Polen – dort werden der Jeep Avenger sowie Modelle von Leapmotor produziert –, das Werk Eisenach in Deutschland, wo der Opel Grandland gebaut wird, sowie zwei weitere Standorte in Spanien.

Zahlen sinken

Das erste Halbjahr 2025 erwies sich für den Konzern als besonders herausfordernd. Stellantis wies einen Nettoverlust von 2,3 Milliarden Euro aus – das entspricht einem Rückgang von 140% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

In der erweiterten Region Europa sanken die Verkäufe um 7% auf 1,3 Millionen Einheiten, während in Nordamerika ein Minus von 23% auf 647.000 Einheiten verzeichnet wurde. Der Nettoumsatz der Gruppe ging auf 74,3 Milliarden Euro zurück, 13% weniger als im Vergleichszeitraum 2024.

Der neue CEO Antonio Filosa sagte zu, den Kurs des Konzerns zu verändern, mit einem Fokus auf höhere Einnahmen und grössere Volumen. „Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen, um wieder ein profitables Wachstum herzustellen und die Ergebnisse deutlich zu verbessern“, erklärte der Manager damals.

Massnahmen: neue Modelle und Updates

Um die Entwicklung bei Verkäufen und Ergebnissen von Stellantis zu drehen, brachte der Konzern in Europa mehrere neue Modelle auf den Markt, darunter den Citroën C3 Aircross, den FIAT Grande Panda, den Opel Frontera, den DS Nº8, den Jeep Compass und den Citroën C5 Aircross. Ausserdem wurden weitere Modelle überarbeitet, etwa der Citroën C4/C4X und der Opel Mokka.

Zusätzlich steht die Gruppe in Europa vor Überkapazitäten und zunehmendem Wettbewerb durch chinesische Hersteller, angeführt von BYD, deren Fahrzeuge sich durch wettbewerbsfähige Preise hervorheben.

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