Die Automobilproduktion und -montage hat sich 2024 erneut als einer der zentralen Pfeiler der portugiesischen Wirtschaft etabliert.
Nach Zahlen, die der Automobilverband Portugals (ACAP) veröffentlicht hat, erzielte die Branche im letzten Jahr einen Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt liefen 332 546 Fahrzeuge (Personen- und Nutzfahrzeuge) vom Band. Gegenüber 2023 entspricht das einem Plus von 4,5%.
Die Volkswagen Autoeuropa in Palmela (Setúbal) blieb die wichtigste «treibende Kraft» der Industrie und stand für 3,8 Milliarden Euro des Gesamtumsatzes.
Das Werk der Volkswagen Gruppe fertigte im vergangenen Jahr 236 023 T-Roc. Damit lag die Produktion um 7,2% über dem Vorjahreswert. Als Standort mit dem höchsten Ausstoss überrascht es nicht, dass Volkswagen 2024 die in Portugal am häufigsten produzierte Automarke war.
Stellantis führt bei den Elektrofahrzeugen
Auf Rang zwei folgt Stellantis in Mangualde (Viseu) mit einem Umsatz von 973 Millionen Euro und 86 016 gefertigten Einheiten (leichte Personen- und leichte Nutzfahrzeuge). Das bedeutet ein Wachstum von 2% im Vergleich zu 2023.
In Mangualde entstehen Modelle für verschiedene Marken des Konzerns. Dadurch wurde Peugeot 2024 zur zweitmeistproduzierten Marke in Portugal: 27 029 Einheiten, auch wenn dies gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 13,2% entspricht. Dahinter lagen FIAT mit 25 853 produzierten Fahrzeugen (+53,4%) sowie Citroën mit 23 557 Einheiten (-12,6%).
Mitsubishi, Toyota und CaetanoBus komplettieren die Spitze
Den dritten Platz belegte Mitsubishi Fuso Truck Europe mit Sitz in Tramagal. Das Unternehmen kam auf 334 Millionen Euro Umsatz und eine Produktion von 7926 Einheiten (leichte und schwere Nutzfahrzeuge), was einem Rückgang von 33% entspricht.
Toyota Caetano Portugal in Ovar verzeichnete hingegen eine der stärksten prozentualen Zunahmen: 35%. Produziert wurden 2525 Fahrzeuge (Personenwagen), der Umsatz belief sich auf 83,1 Millionen Euro. CaetanoBus, spezialisiert auf die Herstellung von Bussen, erzielte 107 Millionen Euro Umsatz, baute jedoch nur 56 Einheiten - ein Minus von 47,6%.
Beim Personalbestand hob sich Autoeuropa erneut ab: 4842 Beschäftigte untermauerten die Position als grösster Arbeitgeber der Branche. Es folgen CaetanoBus mit 830 Mitarbeitenden, Stellantis mit 814, Mitsubishi Fuso Truck Europe mit 600 sowie Toyota Caetano mit 235 Beschäftigten.
Exporte bleiben dominierend
Der mit Abstand grösste Teil der in Portugal hergestellten Fahrzeuge ging ins Ausland. Von den mehr als 332 000 produzierten Einheiten waren 324 888 für Exportmärkte bestimmt. Damit entfielen 97,7% der national produzierten Personen- und Nutzfahrzeuge auf den Export.
Diese Angaben beziehen sich ausschliesslich auf die Fahrzeugproduktion und -montage in Portugal. Der portugiesische Automobilsektor ist jedoch deutlich breiter, wenn man die heimische Zuliefer- und Komponentenindustrie mit einbezieht.
Allein bei den 360 Unternehmen, die in der AFIA (Associação de Fabricantes para a Indústria Automóvel) vertreten sind, erreichte der Umsatz 2024 insgesamt 14 Milliarden Euro; beschäftigt wurden 64 000 Mitarbeitende.
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