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Stellantis will Produktion in Italien ab 2026 erhöhen

Weisser, moderner Elektrosportwagen in einem lichtdurchfluteten Showroom mit grossen Fenstern und Städtesilhouette.

Nach dem Abgang von Carlos Tavares, dem früheren CEO von Stellantis, gab es mehrere Anläufe, das Verhältnis zwischen dem Konzern und der italienischen Regierung wieder zu entspannen. Zuletzt stellte Jean-Philippe Imparato, der Europa-Chef der Gruppe, in Aussicht, die Fahrzeugproduktion in Italien auszubauen.

Annäherung zwischen Stellantis und der italienischen Regierung

Im Rahmen eines Treffens mit der italienischen Regierung erklärte Imparato, Stellantis wolle sämtliche italienischen Werke weiter betreiben und die Stückzahlen bereits ab 2026 erhöhen. Möglich werden soll dies vor allem durch die Einführung neuer Modelle. Bis zum Ausscheiden von Tavares waren die Beziehungen zwischen dem Konzern und Rom angespannt, inzwischen zeichnet sich jedoch eine spürbare Beruhigung ab.

Produktion und Arbeitsplätze in Italien

Adolfo Urso, Italiens Industrieminister, kündigte kürzlich bei einem Treffen in Rom mit Vertretern von Stellantis und Zulieferern an, Italien werde im kommenden Jahr mehr als eine Milliarde Euro zur Unterstützung des Automobilsektors bereitstellen. Stellantis ist der grösste Automobilhersteller Europas und fertigt nahezu alle Fahrzeuge, die in Italien produziert werden.

In Italien beschäftigt Stellantis rund 40'000 Mitarbeitende. Für dieses Jahr wird erwartet, dass die Produktion auf 500'000 Fahrzeuge sinkt, nachdem 2023 noch 751'000 Einheiten gebaut worden waren.

Die neuen Pläne von Stellantis in Italien

Über die Ankündigungen zur Produktionssteigerung hinaus sagte Imparato zudem, dass bis 2032 für alle Stellantis-Werke in Italien eine gesicherte Auslastung vorgesehen sei und dafür keine öffentlichen Mittel oder staatlichen Investitionen nötig sein sollen. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass der Konzern im nächsten Jahr zwei Milliarden Euro in seine italienischen Aktivitäten investieren will.

STLA Small: Neue Plattform und Modelle ab 2028

Die Planung reicht auch bis 2028: Dann soll im Werk Pomigliano d’Arco die Fertigung von mindestens zwei kompakten Modellen anlaufen, die auf der Plattform STLA Small basieren. Diese Plattform ist als Nachfolgerin der CMP/e-CMP (Common Modular Platform) vorgesehen. Obwohl STLA Small derzeit noch nicht im Einsatz ist, soll sie unter anderem als Grundlage für Modelle wie den Peugeot 208 oder den Opel Corsa dienen.

Melfi, Cassino, Mirafiori und Modena: Geplante Modellzuordnung

Im Werk Melfi sollen der Jeep Compass, der Lancia Gamma und der DS 7 jeweils auch als 100% elektrische sowie als hybride Varianten vom Band laufen. Das Werk Cassino soll bereits ab dem nächsten Jahr die nächste Generation des Alfa Romeo Stelvio produzieren. Zusätzlich ist dort die Fertigung des Giulia-Nachfolgers geplant, der 2026 auf den Markt kommen soll. Ausserdem soll ein weiteres Alfa Romeo Modell gebaut werden, ohne dass Stellantis bislang genannt hat, um welches es sich handelt.

Imparato bekräftigte ausserdem erneut die Absicht, im Werk Mirafiori in Turin eine neue Hybridversion des Fiat 500 zu produzieren. Dort steht die Fertigung derzeit wegen der schwachen Nachfrage still. Das Maserati-Werk in Modena soll künftig zum zentralen Produktionsstandort für Luxusfahrzeuge der Marke werden.

Risiken: Überkapazitäten und rückläufige Nachfrage

Trotz dieser Zielsetzungen könnten die Vorhaben des Europa-Chefs durch die Überkapazitäten in den europäischen Stellantis-Werken erschwert werden, zumal sowohl die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen als auch der Gesamtmarkt nachgelassen haben.

Quelle: Reuters

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