Zum Inhalt springen

Fraunhofer Institute for Laser Technology zeigt an AKL'26 Technologien für schnellere Materialbearbeitung, Bohren und Fusionsreaktoren

Wissenschaftlerin bedient präzise Laseranlage für Metallbearbeitung im Labor mit Sicherheitsschutzbrille.

Fraunhofer Institute for Laser Technology zeigt Technologien für schnellere Materialbearbeitung, Bohren und Fusionsreaktoren

Forschende aus Deutschland stellen eine neue Generation von Lasertechnologien vor, die Fertigung, Infrastruktur und Energieversorgung spürbar verändern könnte. Am Internationalen Kongress für Lasertechnologie AKL'26 in Aachen (22. bis 24. April) erläutern Fachleute des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) Fortschritte bei ultrakurz gepulsten (USP) und kontinuierlichen (cw) Lasern im Zehner- und Hunderter-Kilowattbereich.

USP- und cw-Laserleistung: CAPS, Tunnelbau, Bergbau und Tiefbohren

Dank Entwicklungen aus dem CAPS-Cluster erreicht die mittlere Leistung von USP-Lasern inzwischen zweistellige Kilowattwerte. Kontinuierliche Laser liefern bereits Ausgangsleistungen von mehreren Hundert Kilowatt. Damit entstehen neue Optionen für Anwendungen wie Tunnelbau, Bergbau und Tiefbohren, weil Laser Prozesse beim Spalten von Gestein deutlich beschleunigen können.

Einsatz in Schiffbau, Schwerindustrie sowie bei Bahn- und Pipeline-Instandhaltung

Im Schiffbau und in der Schwerindustrie ermöglichen Laser, dicke und hochfeste Werkstoffe schneller und zugleich präziser zu trennen und zu fügen. Laut Jochen Stollenwerk, kommissarischer Direktor des ILT, steigern solche Verfahren die Effizienz der laserbasierten Materialbearbeitung erheblich.

Auch für die Wartung von Schienennetzen und Rohrleitungen werden Laser zunehmend relevant. Hagen Zimmer, Geschäftsführer der TRUMPF SE + Co. KG, bewertet die wachsende Verfügbarkeit von Lasern als strategischen Zeitpunkt für die Branche. Sinkende Kosten machen die Technologie breiter zugänglich, und ihre Nutzung erschliesst neue Photonik-Märkte im Wert von Hunderten Milliarden Euro.

Hochenergetische DPSS-Laser für Fusion sowie KI, optische neuronale Netze und Strahlformung

Hochenergetische Lasersysteme wie DPSS-Laser entwickeln sich zu zentralen Werkzeugen für künftige Fusionskraftwerke. Sie liefern hohe Präzision und leistungsstarke Pulse, wodurch sie sich sowohl zum Zünden von Fusionsreaktionen als auch zur Erzeugung sekundärer Strahlungsquellen wie EUV und Röntgenstrahlung eignen.

Mit steigender Laserleistung allein ist es jedoch nicht getan. Am ILT entstehen zudem Systeme mit KI, optischen neuronalen Netzen und präziser Strahlformung. Damit lassen sich komplexe dreidimensionale Laserprofile realisieren, was die Materialbearbeitung zusätzlich beschleunigt.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Kommentar hinterlassen