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Volkswagen Autoeuropa: Neue PXL-Pressenlinie in Palmela für den T-ROC 2025

Grüner Volkswagen T-Roc PXL 2025 SUV in Ausstellungshalle, moderner Flair und glänzende Oberfläche.

Trotz der zuletzt eher ungünstigen Schlagzeilen rund um den Volkswagen Konzern – inklusive der diskutierten Möglichkeit von Werksschliessungen und Stellenabbau – gewinnt die deutsche Marke in Portugal operativ weiter an Tempo.

In Palmela laufen die Modernisierungsarbeiten für die Produktion des neuen Volkswagen T-ROC ab 2025 bereits seit Längerem und nähern sich der Schlussphase. Besonders sichtbar ist das in einem der entscheidenden Bereiche des Werks: dem Presswerk.

Im Gespräch mit Automotive Manufacturing Solutions erklärt Thomas Hegel Gunther, Geschäftsführer von Autoeuropa, das Werk in Palmela sei „eines der produktivsten innerhalb der Marke“. Ziel sei es, Output und Effizienz zu steigern, ohne dabei „Arbeitsplätze zu reduzieren“, und gleichzeitig „die Zukunft“ des Standorts abzusichern.

Dieses Vorhaben gehört zu den Investitionen, die 2021 im Rahmen der Modernisierung des – bis heute – grössten privaten Investments in Portugal angekündigt wurden. Die neue Pressenanlage (Titelbild) soll Kapazität und Effizienz der portugiesischen Fertigung spürbar erhöhen. Im Folgenden zeigen wir, was diese Investition konkret verändert.

Worum es geht

Nach drei Jahrzehnten im Einsatz rüstet Autoeuropa seine mechanische Pressenlinie auf. Für Maschinen dieser Art ist eine solche Laufzeit zwar nicht aussergewöhnlich, dennoch hat das Werk die Steigerung der Produktivität im Presswerk als zentrale Priorität gesetzt.

Rolle des Presswerks im Volkswagen Autoeuropa-Verbund

Das Presswerk zählt seit Jahren zu den wichtigsten Stärken von Volkswagen Autoeuropa. In diesem Bereich entstehen Bauteile nicht nur für die Modelle, die in Palmela montiert werden, sondern auch für weitere Werke innerhalb des Konzerns.

„Im Vergleich dazu läuft die aktuelle Tandem Line mit einer Taktung von sechs Hüben pro Minute, während die neue PXL 15 Hübe pro Minute erreicht.“

Press Extra Large (PXL): neue Linie, alte Linie bleibt

Aufgrund ihrer Grösse und Leistungsfähigkeit trägt die neue Produktionslinie die Bezeichnung Press Extra Large (PXL). Gebaut wird die Anlage von Schuler Pressen nach den Standards des Volkswagen Konzerns. Damit sollen Werkzeuge direkt aus anderen Werken übernommen werden können – und umgekehrt.

Die bisherige Pressenlinie bleibt jedoch weiterhin in Betrieb. Sie dient als Backup und kann zusätzliche Mengen abdecken, wenn die Nachfrage steigt – sowohl für in Palmela gebaute Modelle als auch für andere Standorte der deutschen Gruppe.

Kennzahlen der PXL-Presse

Die PXL besteht aus sechs mechanischen Pressen, die sequenziell in einer Tandem-Anordnung installiert sind. Die erste Presse bringt eine maximale Presskraft von 2100 t auf; die übrigen fünf Pressen arbeiten jeweils mit 1200 t. Zusammen erreicht die PXL eine Gesamtkraft von 81 000 kN.

Automatisierung und Prozesssicherheit

Neben der höheren Ausbringung soll die PXL auch im Betrieb effizienter sein. Dafür sind Systeme zur künstlichen Bildverarbeitung integriert, die Bauteile erkennen und zentrieren können. Zusätzlich überwachen Monitoring-Systeme den Prozess, sodass sich Korrekturen und Reparaturen frühzeitig planen lassen – mit dem Ziel, ungeplante Stillstände zu vermeiden.

Werkzeugwechsel: von 20 auf 5 Minuten

Auch der Produktwechsel beziehungsweise der Werkzeugtausch wurde optimiert und läuft bei der PXL vollständig automatisch ab. Bei der bisherigen Tandem Line erfolgt der Wechsel manuell und dauert zwanzig Minuten. In der PXL soll der komplett automatische Produktwechsel fünf Minuten benötigen.

Laut Autoeuropa zeigt der direkte Vergleich zudem, dass die aktuelle Tandem Line mit sechs Hüben pro Minute arbeitet, während die neue PXL 15 Hübe pro Minute erreichen wird.

Ebenfalls gemäss Autoeuropa werden „alle Systeme der neuen PXL mit Blick auf höchste Energieeffizienz sowie die Einhaltung sämtlicher Anforderungen im Bereich Umweltschutz“ aufgebaut.

Nach Angaben der Werkleitung in Palmela sollen die Arbeiten an der neuen PXL-Presse im Februar 2025 abgeschlossen sein.

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