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Mazda CX-30: Update mit 24-V Mild-Hybrid und e-Skyactiv G

Roter Mazda CX-30 Hybrid SUV steht in modernem Showroom vor grossen Glasfenstern.

Die Modellpflege des Mazda CX-30 hat die Einführung eines 24-V-Mild-Hybrid-Systems mit sich gebracht, das tiefere Emissionen in Aussicht stellt (offiziell von 141 g/km auf 134 g/km gesunken). Gleichzeitig bleibt Mazda beim heute eher selten gewordenen, frei atmenden Benziner, der nun e-Skyactiv G heisst (mit dem Präfix „e-“), als Hinweis auf seine (dezente) Elektrifizierung.

Bei den Antrieben geht Mazda weiterhin konsequent seinen eigenen Weg. Während die meisten Hersteller auf Downsizing und Turbomotoren gesetzt haben und weiter setzen, hält die japanische Marke an Saugmotoren mit „richtiger Hubraumgrösse“ (Rightsizing) fest.

Beim CX-30 bedeutet das konkret: ein 2,0-l-Reihenvierzylinder ohne Turbo, hier mit 150 PS – identische Eckdaten wie beim CX-30 Skyactiv G, den Fernando Gomes vor einiger Zeit getestet hat – kombiniert mit dem hervorragenden Handschaltgetriebe. Bringt das Mild-Hybrid-System tatsächlich einen Mehrwert?

Wie gehabt

Als unser „alter Bekannter“ bewahrt der Mazda CX-30 sämtliche Stärken, für die er steht. Im Innenraum fällt eine bemerkenswerte Solidität auf, die Materialien wirken in weiten Teilen in Sachen Haptik auf Augenhöhe mit Premium-Angeboten, und die Ergonomie lässt kaum Kritik zu (der Dreh-Drück-Steller zur Bedienung der Menüs des Infotainmentsystems – dessen Bildschirm nicht touchfähig ist – ist ein echtes Plus).

Bei der Raumökonomie ist der CX-30 zwar kein Klassenmassstab, dennoch hat er überzeugende Argumente, um sich als familientauglichstes Mazda-Angebot im C-Segment zu positionieren. Der Kofferraum fasst 430 Liter und deckt typische Familienbedürfnisse gut ab; hinten reicht der Platz problemlos, damit zwei Erwachsene komfortabel reisen können.

Fahrdynamik ohne Fehl und Tadel

Wie der Innenraum verdient auch das Fahrverhalten des Mazda CX-30 weiterhin Lob. Die Lenkung reagiert präzise und direkt, und der CX-30 vermittelt dem Fahrer eine spürbare Agilität sowie starke Werte bei Kontrolle, Progressivität und Genauigkeit – Eigenschaften, die das Fahren leicht und vor allem sehr angenehm machen.

Das Zusammenspiel aus Komfort und Handling gelingt dank eines Fahrwerks, das beide Seiten fördert, ohne eine davon zu benachteiligen. Auch die Bedienkräfte erinnern daran, weshalb japanische Modelle in diesem Punkt so oft gelobt werden: Alles wirkt exakt, geschmeidig und hat eine mechanische Rückmeldung, die man im Zeitalter der Digitalisierung zunehmend vermisst.

Was den Antrieb angeht, muss ich zugeben: Die Ergänzung um das Mild-Hybrid-System dürfte den meisten Fahrern kaum auffallen (ausser, sie beginnen in den Menüs des Infotainmentsystems zu „stöbern“). Sanft und gleichmässig im Aufbau ruft dieser 2.0 e-Skyactiv G in Erinnerung, warum Saugmotoren über viele Jahre die „Könige“ waren.

Die 150 PS liegen bei 6000 rpm an, und das Drehmoment von 213 Nm kommt bei 4000 rpm – deutlich höher als bei den verbreiteten Turbomotoren. Dadurch neigt man dazu, die (langen) Übersetzungen des manuellen Sechsganggetriebes stärker „auszudrehen“, dessen Bedienung schlicht Freude macht (kurze Schaltwege und angenehmes Gefühl). Das klingt zunächst nach einem „Rezept“ für hohe Verbräuche – doch nicht nur zeigt sich der e-Skyactiv G zurückhaltend, auch die Vorteile des Mild-Hybrid-Systems unterstreichen das zusätzlich.

Auf der Strasse ermöglichen die langen Übersetzungen und das Zylinderabschaltungssystem Durchschnittswerte von 4,9 bis 5,2 l/100 km. In der Stadt wird das Mild-Hybrid-System häufiger aktiv, entlastet den Verbrenner beim Beschleunigen und Anfahren und senkt so den Aufwand des Motors.

Dank des Systems habe ich im Stadtverkehr Verbräuche festgestellt, die nicht über 7,5 bis 8 l/100 km hinausgingen – rund einen halben Liter weniger als beim Mazda CX-30 mit demselben Motor ohne Mild-Hybrid-System.

Das Mild-Hybrid-System setzt sich aus einem riemengetriebenen Elektro-Motor-Generator und einer 24-V-Lithium-Ionen-Batterie zusammen und kann beim Verzögern Energie zurückgewinnen. Es unterstützt den Verbrennungsmotor beim Anfahren, sorgt zugleich für einen optimierten Betrieb des Stop-Start-Systems und reduziert auf diese Weise Verbrauch und Emissionen.

Ist das das richtige Auto für Sie?

Es ist nicht das Mild-Hybrid-System, das den Mazda CX-30 als Angebot grundlegend verändern wird. Was es hingegen leistet: Es stärkt die Argumente eines Modells, dem es schon zuvor nicht an Stärken mangelte.

Mit einem klareren Fokus auf Design als auf maximale Vielseitigkeit, mit überzeugender Qualität und einem Motor, der daran erinnert, dass der Verbrenner weiterhin seine Trümpfe hat, bleibt der Mazda CX-30 eine Option, die man in Betracht ziehen sollte – für alle, die Qualität auf dem Niveau vermeintlicher Premium-Alternativen suchen, eine eigenständige und elegante Optik schätzen (ohne zu „schreien“) und nicht auf eines der interessantesten Fahrerlebnisse im Segment verzichten wollen.


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