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CATL und Stellantis bauen die grösste Batteriefabrik Spaniens in Figueruelas für 4,1 Milliarden Euro

Mann steht auf Steinmauer, blickt auf Baustelle mit Kran und modernen Gebäuden, sonniger Himmel.

Die grösste Batteriefabrik Spaniens soll dort entstehen.

Ein symbolträchtiger Baustart in Figueruelas

Dieses Bauvorhaben hat Signalwirkung – und macht deutlich, wie stark die Europäische Union technologisch von China abhängig ist. Der chinesische Konzern Contemporary Amperex Technology Co Ltd (CATL) beginnt nämlich am Mittwoch, 26. November, gemeinsam mit Stellantis mit dem Bau der grössten Batteriefabrik Spaniens.

Das Investitionsprojekt in Figueruelas, einem Dorf mit 1 300 Einwohnerinnen und Einwohnern, umfasst 4,1 Milliarden Euro und erreicht eine Dimension, die in der Region ihresgleichen sucht.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen für die Bauphase rund 2000 chinesische Arbeiter eingesetzt werden. Danach ist vorgesehen, etwa 3000 spanische Arbeitskräfte einzustellen und auszubilden. Weshalb werden nicht von Anfang an nur Leute aus der Region rekrutiert? David Romeral, Generaldirektor von CAAR Aragon, einem Netzwerk von Automobilunternehmen in Aragón, erklärt das gegenüber Reuters sehr direkt:

"Wir beherrschen diese Technologie, diese Komponenten nicht; wir haben sie noch nie zuvor hergestellt. Sie sind uns um Jahre voraus. Wir können nur beobachten und lernen."

Parallel dazu mussten die Regionalbehörden Vorkehrungen treffen, um für die Neuankömmlinge aus China Arbeitsbewilligungen auszustellen. Gleichzeitig betonen sie, dass sie alles daransetzen, weitere Teile der Batterielieferkette vor Ort anzusiedeln.

Das gilt als zentraler Baustein für die Automobilindustrie in Europa, die mittelfristig unabhängiger von China werden möchte. Laut Reuters steht auch die Europäische Kommission kurz davor, einen neuen Plan zur Unterstützung dieses Sektors vorzustellen.

CATL – ein Unternehmen im Aufwind

CATL gilt als weltweiter Marktführer bei der Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge. Im vergangenen Frühling gelang dem Unternehmen in Hongkong der grösste Börsengang des Jahres: Dabei nahm CATL 35,7 Milliarden Hongkong-Dollar (rund 4,06 Milliarden Euro) ein.

Das Unternehmen ist seit 2018 zudem an der Börse in Shenzhen kotiert. Damals teilte CATL mit, dass ein grosser Teil des frischen Kapitals in den Bau einer Fabrik in Ungarn fliessen soll – für europäische Autohersteller wie BMW, den Stellantis-Konzern und Volkswagen.

CATL beliefert ausserdem grosse chinesische Hersteller, darunter SAIC Motor und Geely. Wie El País berichtete, laufen die Geschäfte 2025 besonders stark: Der Nettogewinn in den ersten drei Monaten des Jahres stieg um 32,9% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024 (1,726 milliard d’euros).

Sicherheitsvorwürfe aus den USA

Der wichtigste Wermutstropfen: Das Pentagon setzte CATL im vergangenen Januar auf eine Liste von Unternehmen, die aufgrund mutmasslicher Verbindungen zu Militärprogrammen des asiatischen Grossstaats eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen könnten. CATL wies diesen Vorwurf zurück.

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