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ASML erzielt spektakulaere Ergebnisse dank KI und RAM-Knappheit

Techniker im weissen Kittel bedient Hightech-Maschine in hellem Labor, im Hintergrund zwei Personen im Gespräch.

Die Firma legt derzeit aussergewoehnliche Zahlen vor.

Nicht alle Tech-Schwergewichte sitzen in den USA oder in China. Das niederlaendische Unternehmen ASML steht weniger oft im Rampenlicht, ist aber weltweit die Nummer 1 bei Lithografieanlagen, mit denen sich die modernsten Chips herstellen lassen. Diese Schluesselrolle spiegelt sich aktuell in sehr starken Resultaten wider: Die Boersenbewertung liegt zum Zeitpunkt dieser Zeilen bei 530 Milliarden Euro.

Prognosen, Umsatzspannen und Boersenwert von ASML

ASML rechnet fuer das laufende Quartal mit einem Nettoumsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro. Fuer das Gesamtjahr 2026 stellt der europaeische Konzern einen Gesamtumsatz in einer Bandbreite von 34 bis 39 Milliarden Euro in Aussicht. Damit liegen die firmeneigenen Schaetzungen insgesamt ueber den Erwartungen vieler Analysten, die im Schnitt von 35,1 Milliarden Euro ausgehen.

Rekordstand beim Auftragsbestand

Besonders aufmerksam verfolgt wird der Auftragsbestand – und auch dort sieht es sehr gut aus. ASML meldete im vierten Quartal 2025 Bestellungen im Umfang von insgesamt 13,2 Millionen Euro, waehrend Analysten lediglich 6,32 Milliarden Euro erwartet hatten. Fuer das Unternehmen handelt es sich zugleich um einen neuen historischen Rekord.

RAM-Knappheit spielt ASML in die Karten

Wie kommen diese starken Zahlen zustande? Wie bereits erwaehnt, sind ASML-Maschinen im Wettrennen um kuenstliche Intelligenz (KI) unverzichtbar, das sich die grossen Tech-Konzerne in den USA und in China liefern.

Kurzfristig treibt zudem die Knappheit bei Speicher-Halbleitern (RAM) die Entwicklung: Sie sorgt fuer stark steigende Preise und laesst eine angespannte Lage befuerchten. Dadurch steigt die Nachfrage bei Herstellern wie Samsung und SK Hynix, berichtet CNBC. Beide bauen ihre Chip-Produktionskapazitaeten aus – was sich direkt positiv auf ASML auswirkt, weil das Unternehmen mehr Anlagen verkauft.

Zum guten Verlauf sagt CEO Christophe Fouquet in einer Mitteilung, der entscheidende Punkt sei, „dass in den letzten Monaten viele unserer Kunden eine deutlich positivere Einschaetzung der Marktsituation mittelfristig geaeussert haben, die vor allem auf robusteren Prognosen zur Bestaendigkeit der KI-bedingten Nachfrage basiert“.

Finanzchef Roger Dassen schlaegt in dieselbe Kerbe:

Ich denke, dass dies vor allem auf einer robusteren Sicht auf die KI-Nachfrage beruht, die aus ihrer Perspektive nachhaltiger erscheint. Diese Erkenntnis hat einige unserer Kunden dazu veranlasst, massiv in ihre Produktionskapazitaeten zu investieren und ihre mittelfristigen Expansionsplaene zu beschleunigen.

Exportrestriktionen: China als Schattenseite

Ein Belastungsfaktor bleibt allerdings China. ASML darf seine fortschrittlichsten Maschinen wegen eingefuehrter Exportbeschraenkungen nicht dorthin liefern. Das hat die Verkaeufe im vergangenen Jahr deutlich gedrueckt und gleichzeitig die Spannungen zwischen Peking und der EU verschaerft. 2026 soll China nur noch 20 % des Umsatzes ausmachen – nach 33 % der Nettoverkaeufe im letzten Jahr.

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