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Henna: Weisse Haare ohne Kaffee oder Zimt färben

Frau mit grauen und braunen Haaren trägt Haarmaske auf, sitzt vor Spiegel im Badezimmer.

Henna ist ein pflanzliches Pigment, das aus den Blättern der Lawsonia inermis gewonnen wird. Es eignet sich, um weisse Haare zu tönen, ohne auf Kaffee oder Zimt zurückzugreifen. Der Farbstoff verbindet sich mit dem Keratin der Haarfaser, legt sich aussen an und kann kupferige Nuancen erzeugen. Viele empfinden das Haar danach als glänzender und geschmeidiger – wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt jedoch von der Naturhaarfarbe und der Porosität der Haare ab.

Was unterscheidet Henna von Kaffee und Zimt?

Kaffee und Zimt können vorübergehend leichte Reflexe hinterlassen oder das Erscheinungsbild des Haars minimal verändern. Als eigentliche Färbung, die graue bzw. weisse Haare gleichmässig abdeckt, funktionieren solche Mischungen jedoch nicht. Zudem wäscht sich der Effekt meist rasch wieder heraus.

Henna enthält Lawsone, ein orangefarbenes Pigment, das sich an die Keratinstruktur anlagert und dadurch länger hält. Auf weissen Haaren ist das Resultat in der Regel besonders sichtbar – häufig im Bereich von Kupfer über Orange bis hin zu rötlich-braunen Tönen.

Wie deckt das Pigment weisse Haare ab?

Der Farbton setzt sich vor allem an der Aussenseite der Faser ab und mischt sich optisch mit dem Ton, der im Haar bereits vorhanden ist. Darum kann dieselbe Henna-Anwendung auf weissen, blonden, braunen oder bereits gefärbten Haaren unterschiedlich wirken.

  • Vollständig weisse Haare nehmen meist ein intensiveres Kupfer an.
  • Dunkles Haar erhält rötliche Reflexe, die vor allem im Licht auffallen.
  • Poröse Haare können mehr Pigment aufnehmen und dadurch kräftiger wirken.
  • Der Ton kann in den Tagen nach dem Auftragen leicht nachdunkeln.
  • Durch den nachwachsenden Ansatz sind regelmässige Auffrischungen nötig, damit die Abdeckung gleichmässig bleibt.

Ist die Abdeckung mit Henna wirklich permanent?

Als „dauerhaft“ gilt Henna, weil das Pigment an dem Haarschaftteil bleibt, der behandelt wurde. Trotzdem bedeutet der Ausdruck „permanente Abdeckung“ nicht, dass das Haar dauerhaft exakt gleich aussieht: Durch Waschen, Sonne, Wärme und Produktablagerungen kann die Farbe an Intensität verlieren.

Ausserdem wachsen neue Haare ohne Pigment nach. Dadurch wird der weisse Ansatz nach einigen Wochen wieder sichtbar. Die Pflege bzw. Nachfärbung konzentriert sich typischerweise auf diesen Bereich – damit sich am Längenhaar, wenn die Farbe dort schon satt ist, nicht unnötig Pigment ansammelt.

Welche Vorsichtsmassnahmen helfen gegen Allergien und unerwartete Resultate?

Produkte, die als Henna verkauft werden, können zusätzliche Farbstoffe, Metallsalze oder Paraphenylendiamin (PPD) enthalten. Besonders aufmerksam sollte man bei sogenannter schwarzer Henna sein: Zusätze, die sehr dunkle Töne ermöglichen, können Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen.

  • Inhaltsstoffe prüfen und Produkte wählen, deren Bestandteile klar deklariert sind.
  • Den auf der Packung beschriebenen Test vor jeder Anwendung durchführen.
  • Zusätzlich eine Strähnenprobe machen, um Farbwirkung und Verträglichkeit zu beurteilen.
  • Handschuhe tragen und die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit einhalten.
  • Nicht auf gereizter, verletzter oder sonnenverbrannter Kopfhaut anwenden.
  • Bei Juckreiz, Brennen, Schwellung oder starker Rötung die Anwendung sofort beenden.

Wie bleiben Glanz und Geschmeidigkeit nach dem Färben erhalten?

Wie glänzend das Haar wirkt, hängt davon ab, wie gut die Schuppenschicht anliegt und in welchem Zustand die Faser vorher war. Milde Shampoos, regelmässiges Conditionieren, weniger heisses Wasser sowie Schutz vor Föhn und Glätteisen helfen, Trockenheit nach dem Färben zu begrenzen.

Henna kann das Haar griffiger machen und bei manchen Haartypen Frizz weniger auffällig erscheinen lassen. Eine echte Feuchtigkeitspflege ersetzt es jedoch nicht, und strukturelle Schäden repariert es nicht. Wenn die Auffrischung vor allem am Ansatz erfolgt und Wärme-Styling sowie passende Produkte berücksichtigt werden, bleibt die kupferige Tönung in weissen Haaren erhalten, ohne dass sich in den Längen zu viel Pigment aufbaut.

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