Dacia verfolgt seit einiger Zeit konsequent das Ziel, seinen Modellen mehr Abenteuer-Charakter zu geben und eine Markenwelt aufzubauen, die immer stärker mit Offroad verbunden wird.
Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Ausstattungsstufe Extreme, die wir kürzlich in Österreich kennengelernt haben – ebenso wie die bestätigte Teilnahme an der Dakar-Rallye, bei der Sébastien Loeb am Steuer sitzt.
Diese «Winde des Wandels» innerhalb der rumänischen Marke sind längst erkennbar, doch in Zukunft sollen sie noch deutlich kräftiger ausfallen: Die strategische Ausrichtung wird weiter verstärkt.
Damit wird sich Dacia klarer denn je neu positionieren – als Marke mit Fokus auf Offroad und Lifestyle – und sich Schritt für Schritt vom reinen Image der «preisgünstigen Marke» lösen.
Genau das betonte Luca de Meo, CEO der Renault Group, kurz nach seinem Amtsantritt, als er sagte, Dacia brauche «eine Ambition über die reine Erschwinglichkeit hinaus».
Auch Laurens van den Acker, Designchef der Renault Group, bestätigte dies gegenüber den britischen Kollegen von Autocar und erklärte dazu: «Dort ist das Outdoor-Thema (draussen unterwegs) entstanden.»
Dacia als Rival von Jeep?
Was jedoch kaum jemand erwartet hatte: Dacias Ziel ist es, sich ausgerechnet mit einem Schwergewicht der Offroad-Welt zu messen – Jeep.
«Meiner Ansicht nach gibt es in Europa keinen ernsthaften Konkurrenten für Jeep. Warum kann Dacia das nicht sein? Es gibt keine (erschwingliche) Marke, die mit Outdoor verbunden ist und dich aus der Stadt hinausbringt – etwas, das besonders nach Covid extrem relevant geworden ist.»
Laurens van den Acker, Designchef der Renault Group
Van den Acker ergänzte laut Autocar: «(Dacia) ist eine Marke, die für Menschen, die das Draussen lieben, sehr gut positioniert ist. Das gibt dir zwei Gründe, das Auto zu kaufen – nicht nur einen.»
Der neue Duster lebt diese Philosophie bereits
Das erste Modell, das diese neue Denkrichtung von Beginn weg mitträgt, wird der neue Duster sein. Die Produktion soll nächstes Jahr anlaufen, auch wenn wir ihn bereits 2023 kennenlernen könnten.
Auch wenn bisher nur wenige Details bekannt sind, gilt als sicher: Der Dacia-SUV wird mit einem deutlich robusteren Auftritt erscheinen, als man es bisher gewohnt war.
Nach dem neuen Duster folgt der Bigster – ein siebensitziger SUV, mit dem Dacia in das C-Segment aufsteigt.
Ursprünglich war der Bigster für dieses Jahr vorgesehen, nun ist der Marktstart jedoch erst für 2025 geplant. Diogo Teixeira hat bereits den Prototypen gesehen, der den grössten Dacia aller Zeiten vorwegnimmt:
Was ist vom Bigster zu erwarten?
Obwohl der Bigster aufgrund seiner Abmessungen an die Spitze der Dacia-Palette rückt, soll er nicht als stärker «premium» positioniert werden – soweit man diesen Begriff bei der rumänischen Marke überhaupt anlegen möchte:
«Es stimmt, dass (der Bigster) grösser sein wird, aber es stimmt nicht, dass er premium sein wird.»
Laurens van den Acker, Designchef der Renault Group
Er führte weiter aus: «Die Realität ist: Wenn du anfängst, grössere Autos zu bauen, triffst du auf andere Wettbewerber. Deshalb können wir nicht einfach das Sandero-Rezept ins C-Segment kopieren – das würde nicht funktionieren.»
Und abschliessend erklärte er: «Darum müssen wir sehr klar sein, womit wir es bei der Konkurrenz zu tun haben, denn wir spielen nicht dasselbe Spiel. Dacia wird das Richtige tun, um im C-Segment glaubwürdig zu sein, ohne den eigenen Wettbewerbsvorteil zu verlieren – den tiefen Preis.»
Quelle: Autocar
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!
Kommentar hinterlassen