Zum Inhalt springen

Volkswagen Golf: 50 Jahre, Golf GTI und ein Hauch Italien

Roter VW Golf GTI 50 in modernem Showroom mit Fenstern und historischen VW-Modellen an der Wand.

Volkswagen Golf: 50 Jahre Erfolgsgeschichte

Der Volkswagen Golf gehört zu den erfolgreichsten Modellen überhaupt – 37 Millionen gebaute Exemplare lassen daran keinen Zweifel. Zum 50-jährigen Jubiläum ist er längst mehr als nur ein Auto: In der Automobilindustrie gilt er als echte Institution.

Im C-Segment war der Golf über Jahre hinweg für viele Hersteller die Messlatte. Und obwohl es unzählige Varianten gab, bleibt eine Ausführung besonders fest im kollektiven Gedächtnis verankert: der GTI.

Volkswagen Golf GTI und die Geburt des Hot Hatch

Mit dem Volkswagen Golf GTI hat das Konzept des Hot Hatch, so wie wir es heute kennen, gewissermassen «das Licht der Welt erblickt».

Trotzdem konnte selbst ein Musterschüler wie der neue Golf GTI der Versuchung nicht widerstehen, bei den «Hausaufgaben» abzuschreiben. Ja, Volkswagen, wir müssen darüber reden …

Volkswagen wollte nicht erfinden, also kopierte sie

Falls noch nicht klar ist, worauf ich hinauswill: Schaut euch noch einmal die Felgen des jüngsten Golf GTI (Generation 8.5) an.

Vielleicht bin ich mit dieser Wahrnehmung allein – auch wenn ich das kaum glaube –, doch das kreisförmige Felgendesign des neuen Golf GTI erinnert mich unmissverständlich an die klassischen Felgen von Alfa Romeo.

Mehrere Kreise, fast wie die Wählscheibe eines alten Telefons (so eines, von dem mein Sohn vermutlich noch nie gehört hat): ein Paradebeispiel für eine Art von Stil, die so schlicht ist, dass sie nur von einem Italiener stammen könnte.

Die Autoindustrie mag sich in den nächsten Jahren noch so stark drehen und wenden – eine nahezu universelle Konstante scheint zu bleiben: Niemand gestaltet so wie die Italiener. Tut mir leid für den Rest der Welt, aber für mich ist das eine Tatsache.

Eine italienische Ader

Wer tiefer in die Golf-Historie eintaucht, weiss: Dass Volkswagen italienische Einflüsse nutzt, ist nichts Neues. Bereits in der ersten Generation profitierte der Volkswagen Golf spürbar vom wertvollen italienischen Gespür für gutes Design.

Mehr noch: Ohne diese entscheidende Unterstützung aus Italien würden wir heute vermutlich gar nicht über den Volkswagen Golf sprechen.

Damals stand als Alternative zur ersten Golf-Generation ein Entwurf im Raum, dessen Design wirkte, als wäre er auf der anderen Seite des «Eisernen Vorhangs» entstanden. Er trug den Namen Projekt EA 276 – und zum Glück ging er nie in Serie.

Zurück in der Gegenwart und mit Blick nach vorne: Das Golf-Design prägt innerhalb von Volkswagen weiterhin die Richtung.

Schon die Linien des künftigen Volkswagen ID.2 rufen sofort einige der erfolgreichsten Stilmerkmale in Erinnerung, die bei der deutschen Marke über Jahre funktioniert haben.

Ob nun bei den Italienern abgeschaut oder aus der eigenen Geschichte zitiert: Für mich ist beides in Ordnung, solange das Ergebnis spannend ist. Beim neuen Golf GTI geht diese Rechnung auf. Beim ID.2 müssen wir noch abwarten – doch die ersten Bilder stimmen optimistisch.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Kommentar hinterlassen