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Alfa Romeo Stelvio 2026: Erste offizielle Bilder und neue Details

Rotes Alfa Romeo Stelvio 2026 SUV-Modell auf Ausstellung mit Sonnenuntergang im Hintergrund.

Die ersten offiziellen Bilder vom Alfa Romeo Stelvio 2026 sind bereits veröffentlicht worden. Zu sehen ist einer der Prototypen im Stellantis-Testzentrum in Arjeplog, Schweden.

Trotz der dichten Tarnung lassen sich zwei Punkte klar festhalten: Der Name Stelvio bleibt bestehen, und die offizielle Vorstellung des Modells findet noch dieses Jahr statt – bevor der Marktstart 2026 erfolgt.

Anders als ursprünglich geplant wird der neue Stelvio nicht ausschliesslich elektrisch sein. Die italienische Marke hat bestätigt, dass es auch Versionen mit Verbrennungsmotor geben wird – als Ergebnis einer Überprüfung der eigenen Strategie. Zur Erinnerung: Ende Januar bestätigte Alfa Romeo offiziell, dass der Plan, 2027 komplett elektrisch zu sein, verworfen wurde.

Auslöser dafür war eine schwächer als erwartete Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Schlüsselmärkten – Europa und Nordamerika. Damit bekommen sowohl der neue Stelvio als auch die Giulia, die ursprünglich als reine Elektrofahrzeuge gedacht waren, zusätzlich hybride Varianten.

Multienergie-Plattform

Dass hybride Antriebe ergänzt werden konnten – obwohl diese Entscheidung erst mitten in der Entwicklung des Stelvio 2026 fiel –, war nur möglich, weil Stellantis bei der Elektrifizierung auf Multienergie-Plattformen setzt. So liess sich das in nützlicher Frist und wirtschaftlich sinnvoll umsetzen.

Für die neue SUV-Generation wurde die STLA Large ausgewählt. Diese Plattform teilt sich der Stelvio mit dem Dodge Charger und dem Jeep Wagoneer S. Während der Jeep ausschliesslich als Elektroauto eingeführt wurde, bietet der Dodge zusätzlich den Hurricane an: einen aufgeladenen Reihensechszylinder mit 3,0 l Hubraum, der bis zu rund 550 PS leisten kann.

Zu den endgültigen technischen Daten des neuen Stelvio als Elektroversion gibt es derzeit noch keine Informationen. Als Orientierung dienen nur das, was bereits beim Charger und beim Wagoneer S zu sehen war, sowie die Angaben von Stellantis zur Plattform.

STLA Large unterstützt 400-V- und 800-V-Architekturen, kann Batterien von 85 kWh bis 118 kWh aufnehmen und ist mit Heckantrieb oder Allradantrieb (zwei Motoren) möglich. Bei den nordamerikanischen Modellen wurden ein 400-V-System und eine 100-kWh-Batterie vorgestellt. Stellantis nennt für STLA Large eine mögliche Reichweite von bis zu 800 km.

Und der Verbrennungsmotor?

Während sich für den Stelvio als 100% Elektroauto zumindest einige Eckpunkte ableiten lassen, ist beim Stelvio als Hybrid – oder in Alfa-Romeo-Sprache „Ibrida“ – deutlich mehr offen.

Wird es ein Plug-in-Hybrid oder lediglich ein fortschrittlicher 48-V-Mildhybrid wie beim Junior? Diese Frage führt direkt zur Spekulation über den passenden Verbrennungsmotor, denn mehrere Optionen kommen infrage.

Ganz oben angesiedelt wäre es naheliegend, den Reihensechszylinder des Charger zu verwenden: ein sehr aktuelles Aggregat (Einführung 2021), das voraussichtlich alle Emissionsvorschriften erfüllen sollte. Gleichzeitig hatte der ehemalige CEO der Marke, Jean-Philippe Imparato, erklärt, dass der Biturbo-V6 der aktuellen Quadrifoglio-Modelle noch mehrere Jahre vor sich habe.

Vollständig gesichert ist allerdings nicht, dass ein künftiger Stelvio Quadrifoglio überhaupt einen Benzinmotor erhält. Imparato selbst sprach davon, es werde ein 100% elektrisches „Monster“ mit einer Leistung um 735 kW (1000 PS).

Unabhängig davon erscheint es plausibel, dass der kommende Stelvio Ibrida als Einstieg in die Modellpalette dient. In diesem Fall wäre eine aktualisierte Version des heutigen 2,0-l-Turbovierzylinders die wahrscheinlichste Lösung. Dieselantriebe? Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass der neue Stelvio sie noch anbieten wird.

Karosserie, Abmessungen und Design des Alfa Romeo Stelvio 2026

Ein weiterer Punkt gilt als nahezu sicher: Der neue Stelvio 2026 dürfte grösser ausfallen als das aktuelle Modell. Hintergrund ist, dass die STLA Large eine Mindestlänge von 4,76 m sowie eine Breite von 1,90 m vorgibt. Das bedeutet, dass dieses SUV selbst in der kompaktesten Ausprägung bereits über dem heutigen Stelvio liegt.

Genau diesen Eindruck vermitteln auch die Bilder zu diesem Artikel: Der neue Stelvio wirkt deutlich länger als der aktuelle. Optisch verspricht er – trotz massiver Tarnung – eine spürbare Weiterentwicklung.

Gleichzeitig dürfte die Grundsilhouette mit dem stark gewölbten Dach erhalten bleiben. Auf den Aufnahmen sind geteilte Scheinwerfer zu erkennen, wobei die horizontalen Tagfahrlichter oberhalb der Hauptscheinwerfer sitzen. Neu sind zudem versenkbare Türgriffe, die der Aerodynamik zugutekommen.

Die auffälligste Design-Idee könnte am Heck zu finden sein. Der bekannte Teaser zeigt ein über die gesamte Fahrzeugbreite gezogenes, per LED definiertes „Scudetto“ – das erinnert an einige Dinge, die Genesis, die Premium-Marke von Hyundai, gezeigt hat.

Wann kommt er?

Wie erwähnt, wird der Alfa Romeo Stelvio 2026 noch dieses Jahr offiziell enthüllt, in den Handel kommt er jedoch erst 2026. Produziert wird er in Cassino, Italien.

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