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Porsche 911 von BYD: Denza Z bietet 1582 PS in der schwächsten Version

Grüner Sportwagen in moderner Ausstellung mit spiegelnden Wänden und dunklem Boden, von hinten seitlich fotografiert.

BYD hat heute am Goodwood Festival of Speed den Denza Z gezeigt – einen elektrischen Supersportwagen, der in absehbarer Zeit in Serie gehen soll und auch für den europäischen Markt vorgesehen ist. Das Modell tritt unter der Marke Denza an, die oberhalb von BYD positioniert ist. Die Zielsetzung ist für einen chinesischen Hersteller eher ungewöhnlich: eine eigenständige Familie von Hochleistungs-Sportwagen mit klarer Identität aufzubauen.

Positionierung und Modellfamilie des Denza Z

Geplant sind Ausführungen als Coupé, Spider und Racing – plus eine Special Edition, die speziell für den Nürburgring abgestimmt wird. Gemeinsam haben alle Varianten den gleichen Grundsatz: Sie sind zu 100 % elektrisch.

Das Konzept dahinter ist wenig exotisch: eine technische Basis, mehrere Interpretationen und dazu einige Sonderversionen. Im Ansatz erinnert das an einen chinesischen Porsche 911 – nur eben elektrisch und mit beinahe 2000 PS Systemleistung. Selbst die „zahmste“ Version bleibt bei 1582 PS.

Die Zeiten, in denen die 1001 PS des Bugatti Veyron als das Mass der Dinge galten, wirken damit immer weiter entfernt.

Denza Z, Heckansicht (3/4)

© Denza – Für das Design des Denza Z zeichnet Wolfgang Egger verantwortlich. Er war früher Designchef bei Audi und arbeitete zudem für Marken wie Alfa Romeo und Lamborghini.

Fast 2000 PS und drei Motoren

Technisch basiert der Denza Z auf der e3-Plattform von BYD und setzt auf drei Elektromotoren: einen an der Vorderachse und zwei an der Hinterachse. Diese Lösung ermöglicht Allradantrieb sowie eine aktive Drehmomentverteilung (Torque Vectoring). Für Coupé, Spider und Racing nennt Denza 1582 PS und 1240 Nm.

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Beim Sprint liefert das Coupé Werte auf Supersportwagen-Niveau: 0–100 km/h in 2,25 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Die Racing-Version fährt auf Semi-Slick-Reifen, verkürzt den Start auf 1,96 Sekunden und klettert bis 350 km/h. Noch extremer tritt die Special Edition auf: Sie liegt bei über 1971 PS und soll die 0–100 km/h in weniger als 1,7 Sekunden schaffen.

Innenraum des Denza Z

© Denza – Im Innenraum bleibt es grundsätzlich bei einem 2+2-Layout, wobei der Racing die Rücksitze entfallen lassen kann und stattdessen einen Überrollkäfig erhält.

Fahrwerk, Bremsen und Aerodynamik

Für den Einsatz auf der Rennstrecke erhält der Racing zusätzliche Kühlkanäle für Antrieb und Bremsen sowie einen Carbon-Heckflügel mit drei Einstellstufen. Denza gibt hierfür bis zu 1060 kg Abtrieb bei 350 km/h an. In der Special Edition – mit aktivem Frontdiffusor und verstellbarem Heckflügel – soll der aerodynamische Anpressdruck sogar über 2000 kg bei 300 km/h liegen.

Das DiSus-M-Fahrwerk kombiniert vorne Doppelquerlenker, hinten eine Multilink-Achse und magnetorheologische Dämpfer. Coupé und Spider setzen auf Luftfederung, während der Racing auf Schraubenfedern vertraut. Unabhängig von der Version kommen gelochte Carbon-Keramik-Bremsen zum Einsatz – mit Sechskolben-Sätteln vorn und Vierkolben-Sätteln hinten.

Denza Z, Seitenansicht

© Denza – Der Denza Z bietet zudem einen einstellbaren Kunstsound, der im Innenraum, aussen oder in beiden Bereichen wiedergegeben werden kann.

Laden in neun Minuten

Beim Batteriepaket setzt der Denza Z auf die Blade-Zellen der zweiten Generation von BYD. Insgesamt sind 76 kWh vorgesehen. Die angegebene Reichweite liegt – je nach Version – zwischen 380 km und 410 km.

Laut Denza soll der Z von 10 % auf 70 % in fünf Minuten kommen und von 10 % auf 97 % in neun Minuten – bei einer maximalen Ladeleistung von bis zu 1500 kW. In Europa hängen diese Werte jedoch von der verfügbaren Ladeinfrastruktur ab.

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Marktstart, Bestellungen und Preise

In Grossbritannien starten die Bestellungen für den Denza Z Ende Sommer, zeitgleich mit der Eröffnung der ersten Händlerbetriebe der Marke. Die ersten Auslieferungen sind für Ende 2026 geplant. Preislich geht es bei 142 900 Pfund (rund 167 600 Euro zum aktuellen Wechselkurs) für das Z Coupé los, steigt auf 159 900 Pfund (rund 187 500 Euro) für den Z Spider und erreicht 172 900 Pfund (rund 202 800 Euro) für den Z Racing.

Für die übrigen europäischen Märkte hat Denza bislang weder Preise noch einen konkreten Zeitplan genannt und auch nicht bestätigt, welche Versionen in welchem Land angeboten werden. In Portugal gibt es weiterhin keine offizielle Vertretung der Marke.


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Autor

João Delfim Tomé

Schon immer autobegeistert: João teilt seine Tage zwischen der Tastatur bei Razão Automóvel und dem Schraubenschlüssel am Lada Niva auf, den er gerade restauriert.

Schlagwörter

Präsentation, Denza, Denza Z, Sportwagen, Elektroautos, Goodwood Festival of Speed

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