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Fiat Panda Cross im Test: mehr Gelände als Panda 4X4

Grüner Fiat Panda X4 mit Geländereifen und LED-Dachlichtbar in modernem Showroom.

Einordnung: Panda Cross, Panda 4X4 und Trekking

Das sieht aus wie ein Panda 4X4 …

Stimmt – zumindest teilweise. Der Panda Cross basiert auf dem Panda 4X4, der in Fiats Dreiergruppe der wirklich sehr kleinen SUVs direkt unter ihm positioniert ist.

Es gibt drei?

Ja. Der Cross ist für Gelände am konsequentesten ausgelegt, der 4X4 ist etwas weniger darauf getrimmt, und der Trekking ist im Kern ein normaler Panda – allerdings mit grobstolligen Reifen sowie Stossfängern, die grosszügig mit schwarzem Kunststoff verkleidet sind.

Technik des Fiat Panda Cross: Terrain Control und Offroad-Details

Verstanden. Und was ist anders?

Neu beim Cross ist ein System, das Fiat „Terrain Control“ nennt. Direkt unter dem Schalthebel sitzt ein Drehregler, über den du zwischen drei Fahrprogrammen wählen kannst: Auto, Off-Road und Hill Descent Control (HDC).

Im Modus Auto wird die Antriebskraft ohne Zutun des Fahrers automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Off-Road hält den Panda dagegen bis zu 30mph (ca. 48 km/h) dauerhaft im Allradmodus. Dabei wird die elektronische Differenzialsperre aktiviert, die Traktionskontrolle zur besseren Haftung auf rutschigem Untergrund deaktiviert, und das ESC bremst jeweils das Rad mit der geringsten Traktion ab, um die Kraft auf die besser greifenden Räder umzuleiten.

Unter den breiter wirkenden Radhäusern und den neu gestalteten Stossfängern steckt zudem zusätzliche Unterboden-Abdeckung, höher gesetzte Lufteinlässe sowie 9 mm mehr Bodenfreiheit als beim ohnehin bereits höhergelegten 4X4.

Abseits der mechanischen Anpassungen gibt es ausserdem neue Akzente bei Aussen- und Innenausstattung.

Motoren, Getriebe und Werte

Und die Motoren?

Wie bei den übrigen Panda-Versionen ist der Cross mit Fiats spritzigem TwinAir-Benziner erhältlich: ein aufgeladener Zweizylinder. Die Leistung steigt um 5bhp auf kräftige 84bhp, womit 62mph (ca. 100 km/h) in (knapp) 12 Sekunden erreicht sind. Dazu gehört ein Sechsgang-Getriebe. Der erste Gang ist sehr kurz übersetzt – im Gelände ein Vorteil, beim Einfädeln auf schnellere Strassen hingegen weniger.

Alternativ gibt es einen Diesel: den 1.3-Liter MultiJet mit 79bhp. Er liefert deutlich mehr Drehmoment (140lb ft vs. 107lb ft; ca. 190 Nm vs. ca. 145 Nm), ist dafür lauter, langsamer und teurer als der TwinAir – wir würden ihn eher meiden.

Fiat gibt für den Benziner, der bei £15,945 startet, einen Verbrauch von 57.6mpg (entspricht grob ca. 4.9 l/100 km) an. Der Diesel kostet exakt £1,000 mehr und soll laut Hersteller 60.1mpg (grob ca. 4.7 l/100 km) schaffen.

Fahreindruck: Gelände

Das klingt ja alles gut – aber kommt er wirklich ins Gelände?

Und wie. Mit einem beherzten Tritt aufs Gaspedal wühlt sich der Panda selbst überraschend steile Anstiege hinauf. Zuerst gibt es einen kurzen Moment, in dem scheinbar wenig passiert, weil die Leistung dosiert wird – und dann folgt ein fast turboartiges „Whoosh“, sobald die Hinterräder greifen und du über das Hindernis hinweg bist, das du gerade erklimmen wolltest. Für ein so kleines Auto ist das tatsächlich sehr eindrucksvoll.

Fahreindruck: Strasse

Und auf der Strasse?

Da liegt die Schwachstelle des Panda. Die Lenkung wirkt ungenau und etwas diffus; bei höherem Tempo fällt das stärker ins Gewicht als in der Stadt. Auch im Gelände ist das nicht ideal, weil man kaum Rückmeldung bekommt, was die Vorderräder gerade machen und ob noch Grip vorhanden ist. Der Federungskomfort ist dank der breiten Reifen recht ordentlich, allerdings neigt die Karosserie spürbar zum Wanken.

Kaufentscheidung

Sollte ich einen kaufen?

Wahrscheinlich eher nicht. Der Cross ist ein sympathischer, erstaunlich fähiger kleiner Wagen, aber ganz klar überkonstruiert. Wir gehen davon aus, dass nur sehr wenige Käufer jemals in die Nähe dessen kommen, wozu er tatsächlich imstande wäre. Wenn du den zusätzlichen Grip wirklich brauchst, kannst du genauso gut zum 4X4 greifen und £1,700 sparen – du kommst vielleicht nicht ganz so steile Hänge hoch oder durch so tiefe Pfützen, aber sehr wahrscheinlich brauchst du das ohnehin nicht. Wenn dich allerdings die robustere Optik reizt, dann urteilen wir nicht …

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