Gespräche an der Münchner Sicherheitskonferenz
Wie in den letzten Stunden bekannt wurde, prüft eine argentinische Delegation unter der Leitung des aktuellen Verteidigungsministers, Generalleutnant Carlos Alberto Presti, gemeinsam mit belgischen Gesprächspartnern verschiedene Optionen, um die Instandhaltung der eigenen Jagdflugzeugflotte vom Typ F-16 Fighting Falcon sicherzustellen. Der Austausch findet im Rahmen von Prestis Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz in Deutschland statt, wo Treffen mit europäischen Partnern sowie mit Industrieakteuren vorgesehen sind, die ihre Präsenz im Land potenziell ausbauen könnten.
Bilaterale Agenda mit Theo Francken und Rückkehr des Militärattachés
Zu Prestis Terminplan gehört auch ein Gespräch mit dem belgischen Verteidigungsminister Theo Francken. Dabei soll ebenfalls über Vorschläge vorangekommen werden, die den technischen Austausch zwischen beiden Staaten fördern und künftig kombinierte Aktivitäten ermöglichen. Ausserdem wurde gemeldet, dass der Anlass dazu gedient habe, die Wiedereröffnung des Militärattaché-Büros in Brüssel noch im Verlauf dieses Jahres zu bestätigen.
Belgien als Partner für die F-16-MLU-Wartung Argentiniens
Bis weitere Informationen vorliegen, lohnt sich der Hinweis, dass Belgien über das Know-how und die industrielle Leistungsfähigkeit verfügt, um die Wartung der F-16-MLU-Flotte zu übernehmen, die Argentinien derzeit in seinen Bestand aufnimmt. Vor diesem Hintergrund wäre eine Zusammenarbeit ein nachvollziehbarer nächster Schritt.
Konkret könnte dies über Sabena Engineering erfolgen: Das Unternehmen bringt mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Unterstützung verschiedener Luftwaffen weltweit mit, darunter jene von Belgien, Dänemark, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten. Dies geschieht im Anschluss an die Verbindung mit Sabca innerhalb der Orizio Group.
Sabena Engineering: Fähigkeiten und aktuelles Ukraine-Mandat
Laut den Angaben auf der offiziellen Website ist Sabena Engineering in der Lage, Arbeiten an der Zelle auf unterschiedlichen Wartungsstufen auszuführen sowie umfangreiche Strukturarbeiten und Reparaturen an spezifischen Komponenten durchzuführen. Darüber hinaus erklärt das Unternehmen, es könne Neuverkabelungen umsetzen, Demontagen vornehmen, Tragflächenmodifikationen durchführen und Lackierungen erneuern; ebenso könne es verschiedene interne Flugzeugsysteme Inspektionen unterziehen, um die Zertifizierung sicherzustellen.
Als jüngstes Beispiel für diese Kompetenzen wird hervorgehoben, dass Sabena Engineering von den Vereinigten Staaten ausgewählt wurde, um technische Unterstützung und Instandhaltung für die Flotte der von der Luftwaffe der Ukraine betriebenen F-16-Jets zu leisten. Die Ukraine nutzt dabei Flugzeuge, die von mehreren europäischen Verbündeten bereitgestellt wurden. Zu diesem Zweck vergab das Pentagon einen Vertrag im Wert von mehr als $235.4 million, sodass die Flugzeuge diese Arbeiten bis Januar 2029 in den Anlagen des Unternehmens in Woluwe-Saint-Lambert erhalten können.
Bildnachweis: Verteidigungsministerium.
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