Unter den Haushaltsgeräten, die täglich im Einsatz sind, wird die Waschmaschine beim Thema Reinigung oft unterschätzt. Dabei hat ausgerechnet der Filter – ein Teil, das häufig übersehen wird – einen direkten Einfluss auf die Waschleistung, die Sauberkeit der Wäsche und sogar auf den Stromverbrauch.
Warum ist es wichtig, den Filter der Waschmaschine zu reinigen?
Der Filter fängt Fusseln, Haare, kleine Gegenstände sowie Seifen- und Waschmittelreste auf, die sich während der Programme aus den Textilien lösen. Ist er verstopft, kann das Wasser nicht mehr richtig zirkulieren, und die Maschine muss stärker arbeiten, um den Waschgang zu Ende zu bringen – das erhöht sowohl den Verschleiss als auch den Energiebedarf.
Auch hygienisch hat fehlende Pflege Folgen: In einem dauerhaft feuchten Bereich können sich Pilze und Bakterien leichter vermehren und sich über Trommel und Schläuche verteilen. Das führt dazu, dass die Wäsche trotz Waschen unangenehm riecht. Zusätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit für Störungen, ungewohnte Geräusche oder – bei neueren Geräten – Fehlermeldungen.
Wie oft sollte man den Filter der Waschmaschine reinigen?
Wie häufig eine Reinigung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie stark die Maschine genutzt wird und welche Wäsche regelmässig gewaschen wird. Bei Haushalten, die mehrmals pro Woche waschen, empfehlen Fachleute in der Regel ein Intervall von 15 bis 30 Tagen. Bei intensiver Nutzung – etwa stark verschmutzter Arbeitskleidung, voluminöser Bettwäsche oder Textilien von Haustieren – sollte der Abstand entsprechend kürzer sein.
Auch die Bauart spielt eine Rolle, weil Toplader und Frontlader unterschiedliche Filtersysteme haben. Je nach Gerät ist der Filter in der Trommel sichtbar, seitlich innen platziert oder unten an der Front hinter einer Klappe verborgen. Selbst wenn man sich an die Bedienungsanleitung hält, weisen Profis darauf hin, dass etwas häufigere Reinigungen helfen, Verstopfungen zu vermeiden und unerwartete Unterbrüche beim Spülen oder Schleudern zu verhindern.
Welche Anzeichen zeigen, dass der Filter gereinigt werden sollte?
Bestimmte Veränderungen im Betrieb sind oft „stille Warnsignale“, dass sich der Filter zugesetzt hat. Wer diese Hinweise im Alltag wahrnimmt, kann grössere Schäden vermeiden und die Wartung einplanen, bevor sich das Problem verschärft.
- Anhaltender, unangenehmer Geruch aus der Trommel oder vom Gerät.
- Wäsche kommt nach dem Waschen mit vielen Fusseln, Haaren oder kleinen Partikeln heraus.
- Wasser bleibt stehen oder die Trommel leert sich am Programmende deutlich zu langsam.
- Ungewohnte Geräusche beim Abpumpen oder während des Schleuderns.
- Fehlermeldungen im Display oder ein Programmabbruch vor dem Ende.
Wie reinigt man den Filter der Waschmaschine – und welche Vorteile bringt das?
Die grundlegende Reinigung ist unkompliziert und lässt sich meist von jeder Person im Haushalt erledigen. Zuerst die Maschine vom Strom trennen, dann den Filter lokalisieren (in der Trommel, seitlich innen oder unten an der Front), vorsichtig herausnehmen, unter fliessendem Wasser reinigen und bei Bedarf eine weiche Bürste verwenden. Vor dem Wiedereinsetzen lohnt es sich, auch den Sitz des Filters auf Schmutz zu prüfen und das Teil anschliessend wieder fest und korrekt einzusetzen.
Diese kurze Routine zahlt sich aus: Die Waschleistung steigt, Pumpe, Schläuche und Motor werden entlastet, das Risiko von Verstopfungen sinkt, Gerüche im Innern lassen sich besser kontrollieren – und die Lebensdauer der Waschmaschine kann verlängert werden, wodurch unerwartete Wartungskosten eher ausbleiben.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!
Kommentar hinterlassen