In den heutigen Wohnzimmern verliert das klassische TV-Rack zunehmend an Bedeutung – gefragt sind stattdessen leichtere, zurückhaltende Lösungen. Der Wunsch nach aufgeräumten, multifunktionalen und optisch ruhigen Räumen führt dazu, dass viele das wuchtige Möbel unter dem Fernseher weglassen und auf Kombinationen aus TV an der Wand, schwebenden Regalen und geplanten Nischen setzen. So bleibt alles organisiert, ohne die Einrichtung zu beschweren.
Was ersetzt das traditionelle TV-Rack?
Im Zentrum dieser Veränderung steht der Wandhalter für den Fernseher, oft ergänzt durch ein Paneel aus Holz, MDF oder eine spezielle Wandbeschichtung. Anstelle eines TV-Racks mit vielen Türen und Schubladen besteht die Lösung aus einem aufgehängten TV, einer dezenten Ablage für Geräte und wenigen unterstützenden Elementen – der Boden bleibt dadurch fast vollständig frei.
Diese reduzierte Variante findet man in kompakten Wohnungen ebenso wie in grosszügigen Häusern und sie wird je nach Ausführung als schwebendes Regal, Paneel mit Regalen oder „schwebendes Home“-Setup bezeichnet. Der Grundgedanke bleibt identisch: weniger massives Mobiliar, klare Linien – und die TV an der Wand als Blickfang im Raum.
Ein Video auf dem YouTube-Kanal Let’s Evandro zeigt Ideen zu cleveren Schreinerlösungen und schwebenden Paneelen, die traditionelle TV-Racks überflüssig machen und am Boden Platz schaffen:
https://www.youtube.com/watch?v=X2mB_7V9_kI
Warum wirkt das Wohnzimmer mit TV an der Wand leichter und ordentlicher?
Sobald der Fernseher an der Wand hängt, wirkt mehr Bodenfläche sichtbar – und der Raum erscheint grösser, auch wenn die Quadratmeterzahl klein ist. Ohne die schwere Basis eines TV-Racks und mit weniger Türen sowie Schubladen entsteht ein „luftiger“ Gesamteindruck: weniger visuelle Unterbrechungen, mehr Ruhe und ein flüssigeres Raumgefühl.
Wichtig ist dabei auch die saubere Kabelführung und die Unterbringung von Elektronik. Das lässt sich über eingelassene Leerrohre, unauffällige Kabelkanäle und schmale Regalböden lösen. Praktisch zeigen sich vor allem diese Vorteile:
- Weniger Volumen: schmale, schwebende Möbel reduzieren das optische Gewicht im Wohnzimmer.
- Unauffällige Kabel: eine geplante Montage versteckt Leitungen, Steckdosen und Verlängerungen.
- Einfachere Reinigung: ohne TV-Rack am Boden lässt sich unter dem Fernseher leichter wischen oder saugen.
- Integriertes Gesamtbild: Paneel und Wand wirken wie aus einem Guss und ergeben eine ruhige, durchgehende Optik.
Wie lässt sich der Trend in kleinen und grossen Wohnzimmern umsetzen?
In kleinen Wohnzimmern wird der TV meist mit einer fixen oder schwenkbaren Halterung montiert und darunter mit einem oder zwei schmalen Regalen ergänzt. Auf diesen Ablagen finden Fernbedienungen, kleine Geräte und wenige Dekoobjekte Platz – ordentlich, ohne zusätzliche Masse aufzubauen.
In grösseren Räumen kann eine komplette Multimedia-Wand entstehen: mit zentralem Paneel, seitlichen Regalen und punktuell platzierten Hängeschränken. So entsteht viel Stauraum, ohne dass die Einrichtung schwer wirkt, weil kaum etwas den Boden berührt. Das Ergebnis wirkt eher wie Teil der Architektur als wie ein einzelnes, freistehendes Möbel.
Wie modernisiert man den TV-Bereich mit kleinem Budget?
Für ein Update des TV-Bereichs braucht es nicht zwingend massgefertigte Möbel oder eine grosse Renovation. Wandhalterungen aus dem Homecenter, fertige Regalböden und kleine Hängemodule können das traditionelle TV-Rack ersetzen, Platz schaffen und die Optik mit überschaubarem Budget auffrischen.
Ebenso lässt sich Vorhandenes weiterverwenden: Das alte TV-Rack kann in ein anderes Zimmer wandern oder als Sideboard dienen, während der Fernseher an die Wand kommt. Eine neue Wandfarbe, einfache Strukturen oder ein MDF-Paneel hinter dem Gerät runden das Bild ab – das Wohnzimmer wirkt dadurch ordentlicher, im Alltag praktischer und passend zu einem Stil, bei dem weniger sichtbare Möbel mehr Funktionalität bedeuten.
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